Feierabendausflug

Der Himmel ließ Böses erwarten doch irgendwie zog es mich nach einem langen Arbeitstag aufs Fahrrad… also waren kurzerhand die nötigen Utensilien zusammengepackt und am Körper sowie in der Fahrradtasche verstaut und schon stand ich vor der Tür und es galt zu überlegen wohin die Tour mich führen sollte.

Die Strecke von Reininghausen bis hin zur Aggertalsperre hatte ich über die Straße schon erkundet und deswegen bog ich bei der ersten sich bietenden Gelegenheit knapp hinter Becke Oese links in den Wald ab und traf auf eine Steigung die es wirklich in sich hatte für mich als Anfänger. An drei Stellen musste ich mich der Schwerkraft geschlagen geben und das Mountainbike schieben, weil die Reifen nur noch durchdrehten, sobald ich versuchte gegen den Berg anzukämpfen. Eher zufällig wählte ich meine Route über einige Waldwege und Zufahrtswege, die allem Anschein nach für den Abtransport von Baustämmen vorgesehen waren, und gelangte so an die abgesperrte Rückseite eines Steinbruchs.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war das ehemalige Ziel (die Umfahrung der Aggertalsperre) aufgegeben und ich wollte eine etwas ausgedehntere Tour in die andere Richtung fahren. Mehr durch Zufall fand ich genau an der Stelle wieder auf eine befahrbare Straße, wo der Weg zu einem historischen Bauernhaus in Dahl ausgeschildert war und so folgte ich diesem Weg, der in einem netten Anstieg nach Müllenbach endete. Von dort ging es über Feld- und Waldwege nach Schemmen und weil Schemmen nicht sehr groß ist einmal durch Schemmen durch und weiter nach Kalsbach, wo ich eine Ehrenrunde drehen musste, weil ich die Waldwege hier noch nicht kannte.

Mittlerweile kündigte dann ein heftiges Grollen die Fortführung der am Morgen bereits so heftigen Gewitter an und ich verkürzte die Erkundungstour für den Tag, um über Siepen und Niedernhagen möglichst vor dem Gewitter wieder zurück zu sein. In Becke Oese angekommen entschied ich mich, weil das Wetter noch gehalten hatte und ich ich ungerne Strecken doppelt fahre, nicht direkt sondern über einen kleinen Umweg zurück nach Reininghausen zu fahren.

Die Strecke war auf jeden Fall sehr interessant und bot auf knapp 20 Kilometern eine abwechslungsreiche Kombination aus schmalen Pfaden, Waldwegen und wenig befahrenen Straßen mit insgesamt etwa 550 Höhenmetern. Für Einsteiger wie mich ist sie recht angenehm in unter zwei Stunden zu fahren, kann aber sicherlich noch etwas ausgestaltet werden, was den Weg zumindest im zweiten Teil angeht.

Wer das Ganze auf Google Maps betrachten und eventuell nachfahren will, der klicke auf den Link. Über Tipps, Feedback und weitere Anregungen freue ich mich natürlich immer gerne.

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